GRUNDSTÜCKSPREISE

Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2025 für Strausberg (Stadt)

Überblick

  • Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Wohngrundstücke in Strausberg beträgt derzeit 272,89 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von rund 10,06 %.

Teilgebiete von Strausberg


Aktuelle Bodenrichtwerte für Strausberg 2025

NutzungsartDurchschnittlicher Bodenrichtwertvonbis
Wohnen W272,89 €/m²160,00 €/m²500,00 €/m²
Mischgebiet MI218,26 €/m²70,00 €/m²330,00 €/m²
Gewerbe G65,00 €/m²65,00 €/m²65,00 €/m²
Sonderflächen S12,53 €/m²5,00 €/m²45,00 €/m²

Bodenrichtwerte Strausberg – Datenstand und Veröffentlichung

Die Bodenrichtwerte für Strausberg wurden zum Stichtag 01.01.2025 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.



Bodenrichtwerte im zeitlichen Verlauf

In der Stadt Strausberg zeigen die Bodenrichtwerte zwischen 2010 und 2025 eine ausgeprägte Aufwärtsdynamik – mit unterschiedlichen Mustern in Wohn- und Gewerbelagen. 2025 liegen die durchschnittlichen Richtwerte bei 272.89 €/m² für Wohnbauland und 65 €/m² für gewerbliche Flächen. Gegenüber 2024 verzeichnet der Wohnbereich einen Rückgang um 10.06 %, während der Gewerbebereich stabil bleibt (0 %). Für Investoren signalisiert das ein zweigeteiltes Marktbild der Grundstückspreise.

Wohnen: Nach einer Seitwärtsphase bis 2015 (58.25–60.8 €/m²) setzte ab 2016 ein kräftiger Zyklus ein. Die Jahre 2016 bis 2022 brachten durchgehend zweistellige Zuwächse: 12.11 %, 25.59 %, 13.43 %, 32.00 %, 31.40 %, 27.82 % und 24.19 %. Der Peak wurde 2023 mit 304.97 €/m² erreicht, gefolgt von -0.5 % in 2024 und -10.06 % in 2025 auf 272.89 €/m². Trotz Korrektur liegen die Bodenrichtwerte damit deutlich über dem Niveau von 2020 (168.42 €/m²) und früher.

Gewerbe: Nach moderaten Bewegungen bis 2018 setzte ab 2019 eine Beschleunigung ein (+31.59 % auf 31.28 €/m²). Es folgten weitere Steigerungen 2020 bis 2023 (+6.11 %, +10.24 %, +22.98 %, +33.33 %) auf 60 €/m². 2024 stiegen die Werte auf 65 €/m² (+8.33 %), 2025 bleibt dieses Plateau unverändert (0 %). Damit zeigt das Gewerbesegment seit 2015 eine stabile, nahezu unterbrechungsfreie Aufwärtslinie ohne jüngere Rücksetzer.

Einordnung für Investoren: Im Wohnsegment öffnet die jüngste Korrektur einen preislichen Einstiegskorridor, während das langjährige Niveau weiterhin strukturell erhöht ist. Im Gewerbesegment deuten stabile Bodenrichtwerte und bis 2024 kontinuierlich steigende Grundstückspreise auf verlässliche Kalkulationsgrundlagen hin – allerdings auf einem inzwischen erhöhten Ausgangsniveau. Wer in Strausberg aktiv ist, sollte Timing und Nutzungsart differenziert bewerten.

Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Strausberg


Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.

Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.

Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.

Grundstückspreise in Strausberg nach Wohnlagen


Quellen