GRUNDSTÜCKSPREISE
Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2026 für Berlin (Land)
Überblick
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- • Der mit Abstand höchste Bodenrichtwert in Berlin wurde in Berlin (Kreisfreie Stadt) verzeichnet – hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 1.121,61 €.
Teilgebiete von Berlin

Aktuelle Bodenrichtwerte für Berlin 2026
| Nutzungsart | Durchschnittlicher Bodenrichtwert | von | bis |
|---|---|---|---|
| Wohnen W | - | - | - |
| Mischgebiet MI | - | - | - |
| Gewerbe G | - | - | - |
| Sonderflächen S | - | - | - |
Bodenrichtwerte Berlin – Datenstand und Veröffentlichung
Die Bodenrichtwerte für Berlin wurden zum Stichtag 01.01.2026 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.
Teilgebiete mit den höchsten Bodenrichtwerten in Berlin
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Kreisfreie Stadt Berlin | 1.121,61 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Bodenrichtwerte im zeitlichen Verlauf
Im Land Berlin zeigen die Bodenrichtwerte 2014–2025 ein klares Muster: ein kräftiger Anstieg bis in die frühen 2020er Jahre, gefolgt von Korrekturen und erhöhter Volatilität. Während die aktuellen Grundstückspreise weiterhin deutlich über dem Niveau von 2014 liegen, deutet die jüngste Entwicklung eher auf Konsolidierung als auf erneute Beschleunigung hin. Für Investoren heißt das: Zyklisches Denken bleibt entscheidend.
Im Wohnsegment stieg der mittlere Richtwert von 309,74 €/m² (2014) auf den Höchststand 2021 mit 1.455,66 €/m² (+2,8 % ggü. 2020). Seither folgte eine mehrstufige Korrektur: 2022 -14,26 %, 2023 kurzzeitig Erholung um +10,89 %, 2024 wieder -17,39 % und 2025 -1,9 % auf 1.121,61 €/m². Damit liegen die Wohn-Bodenrichtwerte klar unter dem Peak, jedoch weiterhin über dem Niveau von 2018.
Gewerbliches Bauland war noch dynamischer: Nach dem Anstieg bis 2021 (627,49 €/m²) kam 2022 der deutliche Rückgang um -42,58 % auf 360,30 €/m². 2023 folgte ein außergewöhnlicher Sprung um +125,51 % auf den Zyklus-Höchstwert von 812,53 €/m², bevor 2024 -15,31 % und 2025 -9,76 % auf 620,95 €/m² einsetzten. Aktuell bewegt sich das Niveau damit nahe den Werten von 2020/2021 – nach einem ausgeprägten Peak und einem markanten Tal.
Besonders auffällig sind die unterschiedlichen Mustern der Bodenrichtwerte: Wohnbauland zeigt seit 2021 eine gestaffelte, aber moderatere Korrektur, während Gewerbe durch starke Ausschläge (Tal 2022, Peak 2023) geprägt ist. Wer Grundstückspreise im Berlin-Portfolio steuert, findet im Wohnsegment tendenziell mehr Planbarkeit, im Gewerbe hingegen Chancen in der Volatilität – vorausgesetzt, Zeitfenster und Risikobudget sind sorgfältig austariert.
Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Berlin
Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.
Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.