GRUNDSTÜCKSPREISE
Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2026 für Brandenburg an der Havel (Kreisfreie Stadt)
Überblick
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- • Der mit Abstand höchste Bodenrichtwert in Brandenburg an der Havel wurde in Brandenburg an der Havel (Amtsfreie Gemeinde) verzeichnet – hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 116,88 €.
Teilgebiete von Brandenburg an der Havel
Aktuelle Bodenrichtwerte für Brandenburg an der Havel 2026
| Nutzungsart | Durchschnittlicher Bodenrichtwert | von | bis |
|---|---|---|---|
| Wohnen W | - | - | - |
| Mischgebiet MI | - | - | - |
| Gewerbe G | - | - | - |
| Sonderflächen S | - | - | - |
Bodenrichtwerte Brandenburg an der Havel – Datenstand und Veröffentlichung
Die Bodenrichtwerte für Brandenburg an der Havel wurden zum Stichtag 01.01.2026 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.
Teilgebiete mit den höchsten Bodenrichtwerten in Brandenburg an der Havel
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Amtsfreie Gemeinde Brandenburg an der Havel | 116,88 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Bodenrichtwerte im zeitlichen Verlauf
Brandenburg an der Havel zeigt 2025 klar ablesbare Signale in den Bodenrichtwerten: Für Wohnen liegt der Mittelwert bei 116.88 €/m², für Gewerbe bei 30.73 €/m². Diese Bodenrichtwerte dienen als wichtige Orientierung für die Bewertung von Grundstückspreisen in der kreisfreien Stadt und bilden die jüngste Marktlage präzise ab.
Im Wohnsegment verlief die Entwicklung seit 2010 von 60.88 €/m² auf 116.88 €/m² – ein Zuwachs von rund +92 %. Nach leichten Rücksetzern und Seitwärtsphasen bis 2016 folgte ab 2017 ein Aufwärtstrend, der 2019–2022 sehr dynamisch wurde: +18.02 % (2019–2020), +13.12 % (2020–2021) und +18.52 % (2021–2022). Seitdem ist eine deutliche Abkühlung des Tempos zu sehen: +5.66 % (2022–2023), +1.32 % (2023–2024) und +1.19 % (2024–2025). Ergebnis ist ein neues Hoch bei 116.88 €/m², jedoch mit klar erkennbarer Stabilisierung.
Bei gewerblichen Grundstücken prägte lange Zeit ein seitwärts gerichtetes Niveau das Bild: von 24.86 €/m² (2010) über das Tief von 21.78 €/m² (2016/2017) bis rund 22–23 €/m² bis 2020. Die Trendwende kam 2021 mit +7.68 %, gefolgt von einem markanten Sprung +25.47 % in 2023 auf 29.8 €/m². Seither dominiert Konsolidierung: +2.72 % (2023–2024) und +0.39 % (2024–2025) auf aktuell 30.73 €/m². Der Peak in der Wachstumsdynamik lag klar im Jahr 2023, die Preisniveaus halten sich seitdem auf höherem Plateau.
Für Investoren bedeuten diese Bodenrichtwerte und Grundstückspreise: Wohnen bleibt auf hohem Niveau mit verlangsamter Dynamik – selektive Lagen und Entwicklungspotenziale rücken in den Fokus. Im Gewerbe signalisiert der starke Repricing-Impuls von 2023 mit anschließender Beruhigung Chancen in Teilmärkten, jedoch mit erhöhtem Augenmerk auf Standortqualität und Nutzungskonzepte.
Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Brandenburg an der Havel
Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.
Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.