GRUNDSTÜCKSPREISE
Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2026 für Brandenburg (Land)
Überblick
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- • Der mit Abstand höchste Bodenrichtwert in Brandenburg wurde in Potsdam (Kreisfreie Stadt) verzeichnet – hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 705,72 €.
- • Am günstigsten ist der Bodenrichtwert in Brandenburg aktuell in Elbe-Elster (Landkreis). Dort liegt der durchschnittliche Wert bei nur 25,77 €/m².
Teilgebiete von Brandenburg
Barnim, Brandenburg an der Havel, Cottbus, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Frankfurt (Oder), Havelland, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Prignitz, Spree-Neiße, Teltow-Fläming, Uckermark
Aktuelle Bodenrichtwerte für Brandenburg 2026
| Nutzungsart | Durchschnittlicher Bodenrichtwert | von | bis |
|---|---|---|---|
| Wohnen W | - | - | - |
| Mischgebiet MI | - | - | - |
| Gewerbe G | - | - | - |
| Sonderflächen S | - | - | - |
Bodenrichtwerte Brandenburg – Datenstand und Veröffentlichung
Die Bodenrichtwerte für Brandenburg wurden zum Stichtag 01.01.2026 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.
Teilgebiete mit den höchsten Bodenrichtwerten in Brandenburg
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Kreisfreie Stadt Potsdam | 705,72 €/m² | Ja |
| 2 | Landkreis Potsdam-Mittelmark | 405,54 €/m² | Ja |
| 3 | Landkreis Dahme-Spreewald | 360,34 €/m² | Ja |
| 4 | Landkreis Märkisch-Oderland | 314,91 €/m² | Ja |
| 5 | Landkreis Barnim | 279,77 €/m² | Ja |
| 6 | Landkreis Oder-Spree | 277,23 €/m² | Ja |
| 7 | Landkreis Oberhavel | 264,04 €/m² | Ja |
| 8 | Landkreis Havelland | 220,34 €/m² | Ja |
| 9 | Landkreis Teltow-Fläming | 216,96 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Teilgebiete mit den niedrigsten Bodenrichtwerten in Brandenburg
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Landkreis Elbe-Elster | 25,77 €/m² | Ja |
| 2 | Landkreis Spree-Neiße | 27,22 €/m² | Ja |
| 3 | Landkreis Oberspreewald-Lausitz | 37,54 €/m² | Ja |
| 4 | Landkreis Prignitz | 51,41 €/m² | Ja |
| 5 | Landkreis Uckermark | 59,03 €/m² | Ja |
| 6 | Kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) | 68,42 €/m² | Ja |
| 7 | Landkreis Ostprignitz-Ruppin | 93,79 €/m² | Ja |
| 8 | Kreisfreie Stadt Cottbus | 103,07 €/m² | Ja |
| 9 | Kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel | 116,88 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Bodenrichtwerte im zeitlichen Verlauf
Überblick: In Brandenburg zeigen die Bodenrichtwerte zwischen 2010 und 2025 einen ausgeprägten Aufwärtstrend mit einer Boomphase bis 2022 und anschließender Normalisierung. 2025 liegen die durchschnittlichen Bodenrichtwerte bei 259,53 €/m² für Wohnen und 78,27 €/m² für Gewerbe. Für Investoren signalisiert das ein hohes Preisniveau bei den Grundstückspreisen, jedoch ohne erneute Dynamikbeschleunigung.
Wohnen: Ausgehend von 64,77 €/m² (2010) stiegen die Wohn-Bodenrichtwerte nahezu durchgängig und erreichten 2023 den Höchststand von 273,19 €/m². Besonders kräftig war der Anstieg 2021–2022 mit +30,26 %. Seither verläuft der Markt seitwärts bis leicht korrigierend: -4,52 % (2023–2024) und -0,51 % (2024–2025) auf aktuell 259,53 €/m². Fazit: Ein Plateau auf hohem Niveau – deutlich über dem Ausgangspunkt von 2010 – mit begrenzter kurzfristiger Upside bei den Grundstückspreisen.
Gewerbe: Nach einer langen Seitwärtsphase 2010–2016 (ca. 21–25 €/m²) setzte ab 2017 eine Trendwende ein. Markante Sprünge folgten 2019–2020 mit +35,09 % sowie 2021–2022 mit +62,38 % auf 77,86 €/m². Seitdem zeigt der Markt Stabilisierung: 80,72 €/m² (2023), 77,93 €/m² (2024), 78,27 €/m² (2025; +0,44 %). Damit sind die gewerblichen Bodenrichtwerte langfristig deutlich höher als 2010, aktuell jedoch ohne starken Trendimpuls.
Einordnung für Investoren: Die Daten deuten auf eine fortgeschrittene Marktphase hin: Wohnen mit leichter Korrektur auf hohem Niveau, Gewerbe in einer Konsolidierungsschleife. Selektive Ankaufstrategien sollten die jeweilige Trendlage der Bodenrichtwerte berücksichtigen: Bei Wohn-Grundstückspreisen steht Werterhalt vor aggressiver Wertsteigerung, während im Gewerbe die jüngste Stabilisierung Chancen für langfristige Halte- und Entwicklungsstrategien eröffnet.
Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Brandenburg
Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.
Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.