GRUNDSTÜCKSPREISE
Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2026 für Oberhavel (Landkreis)
Überblick
- •Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Wohngrundstücke in Oberhavel beträgt derzeit 264,04 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von rund 3,47 %.
- • Der mit Abstand höchste Bodenrichtwert in Oberhavel wurde in Glienicke/Nordbahn (Amtsfreie Gemeinde) verzeichnet – hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 460,00 €.
- • Am günstigsten ist der Bodenrichtwert in Oberhavel aktuell in Gransee und Gemeinden (Amt). Dort liegt der durchschnittliche Wert bei nur 42,80 €/m².
Teilgebiete von Oberhavel
Birkenwerder, Fürstenberg/Havel, Glienicke/Nordbahn, Gransee und Gemeinden, Hennigsdorf, Hohen Neuendorf, Kremmen, Leegebruch, Liebenwalde, Löwenberger Land, Mühlenbecker Land, Oberkrämer, Oranienburg, Velten, Zehdenick
Aktuelle Bodenrichtwerte für Oberhavel 2026
| Nutzungsart | Durchschnittlicher Bodenrichtwert | von | bis |
|---|---|---|---|
| Wohnen W | 264,04 €/m² | 11,00 €/m² | 490,00 €/m² |
| Mischgebiet MI | 114,29 €/m² | 11,00 €/m² | 700,00 €/m² |
| Gewerbe G | 70,75 €/m² | 8,00 €/m² | 360,00 €/m² |
| Sonderflächen S | 35,10 €/m² | 3,00 €/m² | 150,00 €/m² |
Bodenrichtwerte Oberhavel – Datenstand und Veröffentlichung
Die Bodenrichtwerte für Oberhavel wurden zum Stichtag 01.01.2026 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.
Teilgebiete mit den höchsten Bodenrichtwerten in Oberhavel
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Amtsfreie Gemeinde Glienicke/Nordbahn | 460,00 €/m² | Ja |
| 2 | Amtsfreie Gemeinde Birkenwerder | 396,84 €/m² | Ja |
| 3 | Amtsfreie Gemeinde Hennigsdorf | 378,23 €/m² | Ja |
| 4 | Amtsfreie Gemeinde Hohen Neuendorf | 356,12 €/m² | Ja |
| 5 | Amtsfreie Gemeinde Mühlenbecker Land | 284,47 €/m² | Ja |
| 6 | Amtsfreie Gemeinde Oranienburg | 262,04 €/m² | Ja |
| 7 | Amtsfreie Gemeinde Leegebruch | 260,00 €/m² | Bald verfügbar |
| 8 | Amtsfreie Gemeinde Oberkrämer | 224,64 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Teilgebiete mit den niedrigsten Bodenrichtwerten in Oberhavel
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Amt Gransee und Gemeinden | 42,80 €/m² | Ja |
| 2 | Amtsfreie Gemeinde Fürstenberg/Havel | 50,47 €/m² | Bald verfügbar |
| 3 | Amtsfreie Gemeinde Zehdenick | 101,76 €/m² | Ja |
| 4 | Amtsfreie Gemeinde Liebenwalde | 111,67 €/m² | Bald verfügbar |
| 5 | Amtsfreie Gemeinde Löwenberger Land | 137,55 €/m² | Ja |
| 6 | Amtsfreie Gemeinde Kremmen | 156,02 €/m² | Ja |
| 7 | Amtsfreie Gemeinde Velten | 181,54 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Bodenrichtwerte im zeitlichen Verlauf
Im Landkreis Oberhavel zeigen die Bodenrichtwerte seit 2010 einen langjährigen Aufwärtstrend mit jüngster Abkühlung. 2025 liegen die durchschnittlichen Richtwerte für Wohnbaugrundstücke bei 264.04 €/m², für gewerbliche Flächen bei 70.75 €/m². Damit spiegeln die Bodenrichtwerte die Entwicklung der Grundstückspreise in der Region: deutlich gestiegen über mehr als ein Jahrzehnt, aktuell in einer Phase der Neujustierung.
Wohnen: Zwischen 2014 und 2022 kam es zu einer fast durchgehenden Serie kräftiger Zuwächse (u. a. +19.51% in 2016, +32.35% in 2018, +22.74% in 2020 und +24.16% in 2022). Der Höchststand wurde 2023 mit 325.3 €/m² erreicht. Seitdem Korrektur: 2024 -15.92%, 2025 nochmals -3.47% auf 264.04 €/m². Trotz Rückgang liegt 2025 noch rund 28% über 2020 (206.05 €/m²) und deutlich über 2018 (140.52 €/m²) – ein Hinweis auf strukturell erhöhte Bewertungsniveaus bei Wohnbau-Grundstücken.
Gewerbe: Von 2012 bis 2020 verlief die Entwicklung moderat. Ein Bruch kam 2021/2022 mit +26.23% bzw. +60.13% auf 63.73 €/m². Nach einem leichten Rückgang 2023 (-4.33%) folgte 2024 ein neues Hoch von 70.94 €/m². 2025 bleibt der Richtwert mit 70.75 €/m² nahezu stabil (-0.27%). Damit haben sich die gewerblichen Grundstückspreise auf hohem Niveau verfestigt.
Für Investoren ist der relative Abstand zwischen den Segmenten zentral: Das Verhältnis Wohn- zu Gewerbe-Bodenrichtwerten schrumpfte von etwa 6.54 in 2020 (206.05/31.53 €/m²) auf rund 3.73 in 2025 (264.04/70.75 €/m²). Die Lücke hat sich damit spürbar geschlossen. Im Ergebnis wirken Wohnlagen nach der Korrektur preislich konsolidiert, während Gewerbestandorte eine robuste Plateauphase zeigen – ein Umfeld, in dem selektives Timing und Lagequalität bei Grundstückspreisen besonders ins Gewicht fallen.
Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Oberhavel
Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.
Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.