GRUNDSTÜCKSPREISE
Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2026 für Elbe-Elster (Landkreis)
Überblick
- •Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Wohngrundstücke in Elbe-Elster beträgt derzeit 25,77 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg von rund 3,95 %.
- • Der mit Abstand höchste Bodenrichtwert in Elbe-Elster wurde in Schradenland (Amt) verzeichnet – hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 39,53 €.
- • Am günstigsten ist der Bodenrichtwert in Elbe-Elster aktuell in Sonnewalde (Amtsfreie Gemeinde). Dort liegt der durchschnittliche Wert bei nur 12,13 €/m².
Teilgebiete von Elbe-Elster
Doberlug-Kirchhain, Elsterland, Elsterwerda, Finsterwalde, Herzberg (Elster), Kleine Elster (Niederlausitz), Liebenwerda, Plessa, Röderland, Schlieben, Schönewalde, Schradenland, Sonnewalde
Aktuelle Bodenrichtwerte für Elbe-Elster 2026
| Nutzungsart | Durchschnittlicher Bodenrichtwert | von | bis |
|---|---|---|---|
| Wohnen W | 25,77 €/m² | 10,00 €/m² | 92,00 €/m² |
| Mischgebiet MI | 15,38 €/m² | 6,00 €/m² | 113,00 €/m² |
| Gewerbe G | 7,05 €/m² | 4,00 €/m² | 14,00 €/m² |
| Sonderflächen S | 26,94 €/m² | 8,00 €/m² | 145,00 €/m² |
Bodenrichtwerte Elbe-Elster – Datenstand und Veröffentlichung
Die Bodenrichtwerte für Elbe-Elster wurden zum Stichtag 01.01.2026 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.
Teilgebiete mit den höchsten Bodenrichtwerten in Elbe-Elster
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Amt Schradenland | 39,53 €/m² | Bald verfügbar |
| 2 | Amtsfreie Gemeinde Finsterwalde | 37,23 €/m² | Ja |
| 3 | Amtsfreie Gemeinde Röderland | 36,00 €/m² | Bald verfügbar |
| 4 | Amt Plessa | 30,06 €/m² | Bald verfügbar |
| 5 | Amtsfreie Gemeinde Herzberg (Elster) | 25,38 €/m² | Ja |
| 6 | Amt Kleine Elster (Niederlausitz) | 25,28 €/m² | Bald verfügbar |
*Wohnbauflächen
Teilgebiete mit den niedrigsten Bodenrichtwerten in Elbe-Elster
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Amtsfreie Gemeinde Sonnewalde | 12,13 €/m² | Bald verfügbar |
| 2 | Amt Schlieben | 16,12 €/m² | Bald verfügbar |
| 3 | Amtsfreie Gemeinde Schönewalde | 18,03 €/m² | Bald verfügbar |
| 4 | Amtsfreie Gemeinde Doberlug-Kirchhain | 18,41 €/m² | Ja |
| 5 | Amtsfreie Gemeinde Elsterwerda | 19,90 €/m² | Ja |
| 6 | Verbandsgemeinde Liebenwerda | 23,29 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Bodenrichtwerte im zeitlichen Verlauf
Die Bodenrichtwerte im Landkreis Elbe-Elster zeigen von 2010 bis 2025 ein moderates, aber klares Aufwärtsbild. Bei den Grundstückspreisen für Wohnen wie auch Gewerbe wurden 2025 neue Hochs markiert. Insgesamt verlaufen die Kurven ruhig: Wohnen mit einem längeren Seitwärtsabschnitt und anschließender Beschleunigung, Gewerbe mit enger Bandbreite und vereinzelten Impulsen. Für Investoren signalisiert das ein planbares Preisumfeld mit selektiven Einstiegsfenstern.
Wohnen: Der mittlere Bodenrichtwert steigt von 22,98 €/m² (2010) auf 25,77 €/m² (2025) – rund 12 % Zuwachs. Nach leichten Rückgängen bis zum Tal in 2017 (21,66 €/m²) setzte eine Serie von Anstiegen ein: 2018 bis 2022 überwiegend positive Abweichungen (+3,23 %, +3,09 %, +1,74 %, +4,61 %, +1,35 %). 2023 kam es zu einem kurzen Rücksetzer auf 24,25 €/m² (-2,45 %), der 2024 (+2,23 %) und 2025 (+3,95 %) überkompensiert wurde. Ergebnis: 2025 neues Hoch und intakter Aufwärtstrend bei den Grundstückspreisen für Wohnen.
Gewerbe: Die Bodenrichtwerte bewegen sich über die Zeit in einer engen Spanne und unterstreichen Stabilität. Vom Tiefpunkt 2011 (5,97 €/m²) kam 2012 ein kräftiger Sprung (+9,38 % auf 6,53 €/m²), 2018 ein weiterer Impuls (+7,11 % auf 6,93 €/m²). Danach überwiegend Seitwärtsphasen: 2018–2020 nahezu konstant, 2021 ein Zwischenhoch mit 7,01 €/m², gefolgt von leichten Rücknahmen 2022–2024. In 2025 gelingt der Ausbruch auf 7,05 €/m² (+2,32 %) und damit das neue Serienhoch. Insgesamt ergibt sich seit 2010 ein Zuwachs von gut 12 %.
Für die Praxis bedeuten diese Bodenrichtwerte: Wohnen zeigt zyklische, aber zunehmend robuste Dynamik mit klaren Spitzen (2025) und temporären Tälern (2023). Gewerbe punktet mit geringen Schwankungen und verlässlicher Seitwärts- bis Aufwärtsstruktur, was die Kalkulationssicherheit erhöht. Wer Grundstückspreise in Elbe-Elster bewertet, findet somit zwei unterschiedliche, aber investorenfreundliche Profile – momentumgetrieben im Wohnsegment und stabilitätsgeprägt im Gewerbebereich.
Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Elbe-Elster
Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.
Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.