GRUNDSTÜCKSPREISE
Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2026 für Potsdam-Mittelmark (Landkreis)
Überblick
- •Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Wohngrundstücke in Potsdam-Mittelmark beträgt derzeit 405,54 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von rund 0,69 %.
- • Der mit Abstand höchste Bodenrichtwert in Potsdam-Mittelmark wurde in Kleinmachnow (Amtsfreie Gemeinde) verzeichnet – hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 950,01 €.
- • Am günstigsten ist der Bodenrichtwert in Potsdam-Mittelmark aktuell in Niemegk (Amt). Dort liegt der durchschnittliche Wert bei nur 50,00 €/m².
Teilgebiete von Potsdam-Mittelmark
Bad Belzig, Beelitz, Beetzsee, Brück, Groß Kreutz (Havel), Kleinmachnow, Kloster Lehnin, Michendorf, Niemegk, Nuthetal, Schwielowsee, Seddiner See, Stahnsdorf, Teltow, Treuenbrietzen, Werder (Havel), Wiesenburg/Mark, Wusterwitz, Ziesar
Aktuelle Bodenrichtwerte für Potsdam-Mittelmark 2026
| Nutzungsart | Durchschnittlicher Bodenrichtwert | von | bis |
|---|---|---|---|
| Wohnen W | 405,54 €/m² | 25,00 €/m² | 1.150,00 €/m² |
| Mischgebiet MI | 123,44 €/m² | 10,00 €/m² | 1.250,00 €/m² |
| Gewerbe G | 75,59 €/m² | 10,00 €/m² | 520,00 €/m² |
| Sonderflächen S | 131,48 €/m² | 15,00 €/m² | 500,00 €/m² |
Bodenrichtwerte Potsdam-Mittelmark – Datenstand und Veröffentlichung
Die Bodenrichtwerte für Potsdam-Mittelmark wurden zum Stichtag 01.01.2026 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.
Teilgebiete mit den höchsten Bodenrichtwerten in Potsdam-Mittelmark
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Amtsfreie Gemeinde Kleinmachnow | 950,01 €/m² | Ja |
| 2 | Amtsfreie Gemeinde Teltow | 564,64 €/m² | Ja |
| 3 | Amtsfreie Gemeinde Stahnsdorf | 516,76 €/m² | Ja |
| 4 | Amtsfreie Gemeinde Schwielowsee | 488,19 €/m² | Ja |
| 5 | Amtsfreie Gemeinde Nuthetal | 423,93 €/m² | Ja |
| 6 | Amtsfreie Gemeinde Werder (Havel) | 375,52 €/m² | Ja |
| 7 | Amtsfreie Gemeinde Michendorf | 325,97 €/m² | Ja |
| 8 | Amtsfreie Gemeinde Seddiner See | 225,81 €/m² | Bald verfügbar |
| 9 | Amtsfreie Gemeinde Beelitz | 218,73 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Teilgebiete mit den niedrigsten Bodenrichtwerten in Potsdam-Mittelmark
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Amt Niemegk | 50,00 €/m² | Bald verfügbar |
| 2 | Amt Beetzsee | 69,34 €/m² | Ja |
| 3 | Amtsfreie Gemeinde Kloster Lehnin | 81,65 €/m² | Ja |
| 4 | Amt Wusterwitz | 91,69 €/m² | Bald verfügbar |
| 5 | Amtsfreie Gemeinde Wiesenburg/Mark | 110,00 €/m² | Bald verfügbar |
| 6 | Amtsfreie Gemeinde Treuenbrietzen | 116,03 €/m² | Ja |
| 7 | Amtsfreie Gemeinde Groß Kreutz (Havel) | 116,89 €/m² | Ja |
| 8 | Amt Brück | 160,74 €/m² | Ja |
| 9 | Amtsfreie Gemeinde Bad Belzig | 174,08 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Bodenrichtwerte im zeitlichen Verlauf
Die Bodenrichtwerte im Landkreis Potsdam-Mittelmark zeigen über den Zeitraum 2010 bis 2025 ein deutliches Wachstum der Grundstückspreise, jedoch mit unterschiedlichen Zyklen in den Segmenten Wohnen und Gewerbe. Für 2025 liegen die mittleren Richtwerte bei 405.54 €/m² für Wohnnutzung und 75.59 €/m² für gewerbliche Nutzung. Insgesamt bestätigt sich ein langfristiger Aufwärtspfad, flankiert von Phasen dynamischer Anstiege, einer Spitze (Peak) und anschließender Konsolidierung.
Im Wohnsegment führte eine anhaltende Aufwärtsbewegung von 81.28 €/m² (2010) bis 366.64 €/m² (2022) zu markanten Preissprüngen: +20.38 % (2016–2017), +18.8 % (2017–2018), +24.57 % (2018–2019) und zuletzt +27.44 % (2021–2022). Das bisherige Hoch wurde 2023 mit 416.1 €/m² erreicht. Seither ist eine moderate Korrektur erkennbar: -1.86 % (2023–2024) und -0.69 % (2024–2025) auf 405.54 €/m². Für Investoren deutet das auf eine stabile, aber selektivere Marktphase hin – ein Plateau mit leichtem Rücksetzer, ohne Trendbruch.
Im Gewerbesegment verlief die Entwicklung bis 2019 eher verhalten (47.6 €/m² in 2010 auf 61.15 €/m² in 2019). 2020 kam es zu einem ausgeprägten Peak: +40.62 % auf 85.99 €/m², gefolgt von leichter Stabilisierung 2021 (+2.36 %) und einem deutlichen Tal (Low) 2022 mit -22.22 % auf 68.46 €/m². Seither setzt eine graduelle Erholung ein: +6.4 % (2022–2023), +2.4 % (2023–2024) und +1.34 % (2024–2025) auf 75.59 €/m². Das Muster: hohe Zyklik, schnelle Peaks und spürbare Korrekturen, anschließend ein flacher Aufwärtspfad.
Einordnung für die Praxis: Für Wohnen sprechen die Bodenrichtwerte in Potsdam-Mittelmark trotz kurzer Korrektur für ein hohes, strukturell gefestigtes Niveau der Grundstückspreise – geeignet für qualitätsorientierte, langfristige Setups. Im Gewerbe überwiegt der zyklische Charakter mit Chancen in der Erholungsphase, allerdings bei höherer Schwankungsanfälligkeit. In beiden Segmenten bleiben die Bodenrichtwerte eine zentrale Orientierungsgröße für die Kaufpreisfindung und die Risiko-Rendite-Abwägung.
Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Potsdam-Mittelmark
Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.
Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.