GRUNDSTÜCKSPREISE
Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2026 für Märkisch-Oderland (Landkreis)
Überblick
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- • Der mit Abstand höchste Bodenrichtwert in Märkisch-Oderland wurde in Rüdersdorf bei Berlin (Amtsfreie Gemeinde) verzeichnet – hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 503,14 €.
- • Am günstigsten ist der Bodenrichtwert in Märkisch-Oderland aktuell in Barnim-Oderbruch (Amt). Dort liegt der durchschnittliche Wert bei nur 25,00 €/m².
Teilgebiete von Märkisch-Oderland
Altlandsberg, Bad Freienwalde (Oder), Barnim-Oderbruch, Falkenberg-Höhe, Fredersdorf-Vogelsdorf, Golzow, Hoppegarten, Lebus, Letschin, Märkische Schweiz, Müncheberg, Neuenhagen bei Berlin, Petershagen/Eggersdorf, Rüdersdorf bei Berlin, Seelow, Seelow-Land, Strausberg, Wriezen
Aktuelle Bodenrichtwerte für Märkisch-Oderland 2026
| Nutzungsart | Durchschnittlicher Bodenrichtwert | von | bis |
|---|---|---|---|
| Wohnen W | - | - | - |
| Mischgebiet MI | - | - | - |
| Gewerbe G | - | - | - |
| Sonderflächen S | - | - | - |
Bodenrichtwerte Märkisch-Oderland – Datenstand und Veröffentlichung
Die Bodenrichtwerte für Märkisch-Oderland wurden zum Stichtag 01.01.2026 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.
Teilgebiete mit den höchsten Bodenrichtwerten in Märkisch-Oderland
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Amtsfreie Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin | 503,14 €/m² | Ja |
| 2 | Amtsfreie Gemeinde Hoppegarten | 391,73 €/m² | Ja |
| 3 | Amtsfreie Gemeinde Neuenhagen bei Berlin | 372,09 €/m² | Ja |
| 4 | Amtsfreie Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf | 334,70 €/m² | Ja |
| 5 | Amtsfreie Gemeinde Petershagen/Eggersdorf | 297,36 €/m² | Ja |
| 6 | Amt Märkische Schweiz | 275,07 €/m² | Ja |
| 7 | Amtsfreie Gemeinde Strausberg | 272,89 €/m² | Ja |
| 8 | Amtsfreie Gemeinde Altlandsberg | 194,89 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Teilgebiete mit den niedrigsten Bodenrichtwerten in Märkisch-Oderland
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Amt Barnim-Oderbruch | 25,00 €/m² | Bald verfügbar |
| 2 | Amt Falkenberg-Höhe | 29,61 €/m² | Bald verfügbar |
| 3 | Amtsfreie Gemeinde Wriezen | 35,41 €/m² | Bald verfügbar |
| 4 | Amt Seelow-Land | 40,00 €/m² | Ja |
| 5 | Amt Lebus | 55,00 €/m² | Bald verfügbar |
| 6 | Amtsfreie Gemeinde Bad Freienwalde (Oder) | 58,40 €/m² | Ja |
| 7 | Amtsfreie Gemeinde Seelow | 60,31 €/m² | Bald verfügbar |
*Wohnbauflächen
Bodenrichtwerte im zeitlichen Verlauf
Märkisch-Oderland zeigt zwischen 2010 und 2025 eine klare Aufwertung der Bodenrichtwerte – mit jüngster Divergenz zwischen den Nutzungen. Während die Grundstückspreise für Wohnbauland nach einem außergewöhnlich starken Anstieg bis 2023 in eine Konsolidierung übergegangen sind, laufen gewerbliche Lagen seit 2023 nochmals deutlich an. Im Jahr 2025 liegen die Mittelwerte bei 314.91 €/m² (Wohnen) und 74.96 €/m² (Gewerbe).
Wohnen: Nach einem kurzen Rücksetzer 2011 (-9.91 %) setzte ab 2014 eine mehrjährige Rallye ein: 2016 (+18.97 %), 2017 (+27.18 %), 2018 (+31.08 %) und 2022 (+27.34 %) markieren starke Etappen. Der Peak wurde 2023 mit 354.22 €/m² erreicht. Seitdem zeigen die Bodenrichtwerte eine Korrektur auf 344.78 €/m² (2024; -2.67 %) und 314.91 €/m² (2025; -8.66 %). Trotz Rückgang: Das 2025er Niveau entspricht rund dem Fünffachen von 2010 (62.66 €/m²) – ein hohes Plateau, das eher auf Konsolidierung als Trendbruch hindeutet und selektives Vorgehen bei Akquise und Preisverhandlungen begünstigt.
Gewerbe: Nach einem Tal in 2015 (23.49 €/m²) verlief die Erholung zunächst moderat. Ab 2019 beschleunigte sich die Entwicklung (2019: +28.31 %, 2020: +13.37 %, 2021: +7.72 %, 2022: 44.97 €/m²). Der eigentliche Sprung kam 2023 mit +46.45 % auf 65.86 €/m², gefolgt von Stabilisierung 2024 (+1.32 %) und erneutem Zuwachs 2025 auf das Allzeithoch 74.96 €/m² (+12.33 %). Damit zeigen die gewerblichen Bodenrichtwerte ein intaktes Aufwärtsmomentum nach langer Seitwärtsphase.
Für Investoren bedeutet das: Wohnbauland in Märkisch-Oderland handelt 2025 unter dem 2023er Hoch, die Grundstückspreise sind jedoch strukturell erhöht – mit Spielraum für wertorientierte Ankäufe. Gewerbliche Lagen weisen dagegen eine späte, dynamische Preisphase mit neuen Hochs auf, was Chancen, aber auch höhere Volatilität impliziert. In beiden Segmenten dienen die ausgewiesenen Bodenrichtwerte als belastbarer Anker für Kalkulation, Finanzierung und Exit-Planung; entscheidend ist das Timing entlang der erkennbaren Peaks, Täler und Trendwechsel.
Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Märkisch-Oderland
Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.
Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.