GRUNDSTÜCKSPREISE
Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2026 für Frankfurt (Oder) (Kreisfreie Stadt)
Überblick
- •
- • Der mit Abstand höchste Bodenrichtwert in Frankfurt (Oder) wurde in Frankfurt (Oder) (Amtsfreie Gemeinde) verzeichnet – hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 68,42 €.
Teilgebiete von Frankfurt (Oder)
Aktuelle Bodenrichtwerte für Frankfurt (Oder) 2026
| Nutzungsart | Durchschnittlicher Bodenrichtwert | von | bis |
|---|---|---|---|
| Wohnen W | - | - | - |
| Mischgebiet MI | - | - | - |
| Gewerbe G | - | - | - |
| Sonderflächen S | - | - | - |
Bodenrichtwerte Frankfurt (Oder) – Datenstand und Veröffentlichung
Die Bodenrichtwerte für Frankfurt (Oder) wurden zum Stichtag 01.01.2026 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.
Teilgebiete mit den höchsten Bodenrichtwerten in Frankfurt (Oder)
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Amtsfreie Gemeinde Frankfurt (Oder) | 68,42 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Bodenrichtwerte im zeitlichen Verlauf
In der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) zeigen die Bodenrichtwerte über den Zeitraum 2010 bis 2025 ein klares Muster: lange Seitwärtsphasen, gefolgt von markanten Niveausprüngen und anschließender Stabilisierung. Für 2025 liegen die gemittelten Richtwerte bei 68,42 €/m² (Wohnen) und 21,21 €/m² (Gewerbe). Für Investoren signalisiert dies aktuell weitgehend eingependelte Grundstückspreise nach kräftigen Aufwärtsbewegungen in den Vorjahren.
Wohnen: Zwischen 2010 und 2021 bewegten sich die Bodenrichtwerte in einer engen Bandbreite um 56–59 €/m², mit dem Tiefpunkt 2013 bei 55,93 €/m². Der markante Bruch erfolgte 2022 mit einem Sprung um 14,12 % auf 67,55 €/m², gefolgt vom Hoch 2023 bei 69,23 €/m². 2024 kam es zu einer leichten Korrektur um -1,24 % auf 68,37 €/m², 2025 stabilisiert sich das Niveau nahezu unverändert bei +0,07 % auf 68,42 €/m². Das deutet auf ein neues Plateau der Wohn-Grundstückspreise hin.
Gewerbe: Nach einem frühen Rückgang 2011 um -9,71 % auf 15,25 €/m² verlief die Entwicklung lange seitwärts (2015–2017 konstant 16,60 €/m²). Ab 2019 setzte eine moderate Aufwärtsbewegung ein, bevor 2023 der Ausreißer mit +19,67 % auf 21,11 €/m² die Reihe prägte. 2024 und 2025 liegen die Werte bei 21,21 €/m² (jährliche Veränderung 2024–2025: 0 %). Damit erscheinen die gewerblichen Grundstückspreise ebenfalls auf einem gefestigten Plateau.
Für die Ankaufs- und Entwicklungsstrategie bedeutet das: Die jüngsten Peaks (Wohnen 2023, Gewerbe 2023) wurden nicht weiter ausgebaut, sondern konsolidiert. In Frankfurt (Oder) sprechen die Bodenrichtwerte 2024/2025 für kalkulatorische Planbarkeit – mit Potenzial für selektive Opportunitäten dort, wo Mikrolagen oder Nutzungskonzepte Mehrwerte heben. Wer vergleicht, sollte die lange Vorphase der Seitwärtsbewegung und die neuen Preisniveaus nach 2022/2023 getrennt betrachten, um die aktuellen Grundstückspreise realistisch einzuordnen.
Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Frankfurt (Oder)
Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.
Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.