GRUNDSTÜCKSPREISE
Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2026 für Unterspreewald (Amt)
Überblick
- •Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Wohngrundstücke in Unterspreewald beträgt derzeit 127,74 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg von rund 7,62 %.
- • Der mit Abstand höchste Bodenrichtwert in Unterspreewald wurde in Golßen (Stadt) verzeichnet – hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 200,00 €.
- • Am günstigsten ist der Bodenrichtwert in Unterspreewald aktuell in Schönwald (Gemeinde). Dort liegt der durchschnittliche Wert bei nur 120,00 €/m².
Teilgebiete von Unterspreewald
Bersteland, Drahnsdorf, Golßen, Kasel-Golzig, Krausnick-Groß Wasserburg, Rietzneuendorf-Staakow, Schlepzig, Schönwald, Steinreich, Unterspreewald
Aktuelle Bodenrichtwerte für Unterspreewald 2026
| Nutzungsart | Durchschnittlicher Bodenrichtwert | von | bis |
|---|---|---|---|
| Wohnen W | 127,74 €/m² | 120,00 €/m² | 200,00 €/m² |
| Mischgebiet MI | 40,34 €/m² | 10,00 €/m² | 80,00 €/m² |
| Gewerbe G | 17,78 €/m² | 5,00 €/m² | 30,00 €/m² |
| Sonderflächen S | 16,01 €/m² | 2,00 €/m² | 50,00 €/m² |
Bodenrichtwerte Unterspreewald – Datenstand und Veröffentlichung
Die Bodenrichtwerte für Unterspreewald wurden zum Stichtag 01.01.2026 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.
Teilgebiete mit den höchsten Bodenrichtwerten in Unterspreewald
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Stadt Golßen | 200,00 €/m² | Bald verfügbar |
*Wohnbauflächen
Teilgebiete mit den niedrigsten Bodenrichtwerten in Unterspreewald
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Gemeinde Schönwald | 120,00 €/m² | Bald verfügbar |
*Wohnbauflächen
Bodenrichtwerte im zeitlichen Verlauf
Im Amt Unterspreewald zeigen die Bodenrichtwerte seit 2010 ein deutlich zweigeteiltes Bild: Während die Grundstückspreise für Wohnnutzung lange Zeit seitwärts liefen, setzte ab 2021 eine dynamische Aufwärtsphase ein. Im gewerblichen Bereich prägten zunächst geringe Schwankungen das Bild, gefolgt von einem einmaligen Sprung 2021 und anschließender Stabilisierung. Alle Angaben beziehen sich auf gemessene Datenpunkte bis einschließlich 2025.
Wohnen: Nach einem frühen Tal 2012 bei 17.65 €/m² und einer längeren Phase der Konstanz um 18.54 €/m² (2013–2017) stiegen die Bodenrichtwerte 2018–2020 moderat auf 22.75 €/m². 2021 folgte ein kräftiger Anstieg um 35.91% auf 30.92 €/m², 2022 ein außergewöhnlicher Sprung um 289.78% auf 120.52 €/m². Danach kam es 2023 zu +0.9% (121.6 €/m²), 2024 zu -2.38% (118.7 €/m²) und 2025 wieder zu +7.62% auf 127.74 €/m² – der aktuelle Spitzenwert. Insgesamt hat sich damit eine neue Preiszone im dreistelligen Bereich etabliert.
Gewerbe: Die gewerblichen Grundstückspreise bewegten sich 2010–2016 in einer engen Spanne zwischen 7.7 und 8.21 €/m². 2017 stiegen die Bodenrichtwerte um 10.23% auf 8.51 €/m², blieben bis 2020 nahezu unverändert und legten 2021 sprunghaft um 93.19% auf 16.46 €/m² zu. 2022 erhöhte sich das Niveau auf 17.7 €/m², seit 2023 stabilisieren sich die Werte bei 17.78 €/m² (0% Veränderung 2024 und 2025).
Besonderheiten für Investoren: Im Wohnen kennzeichnen ein struktureller Sprung 2022, eine kurze Konsolidierung und 2025 ein neues Hoch die aktuelle Marktlage – ein Muster aus Peaks und Zwischentälern, aber mit intaktem Aufwärtstrend. Im Gewerbe fehlen seit 2023 neue Impulse; die Seitwärtsbewegung auf 17.78 €/m² spricht für Preisstabilität. Für das Amt Unterspreewald bedeuten die aktuellen Bodenrichtwerte damit: Wohn-Grundstückspreise bleiben dynamisch, gewerbliche Grundstückspreise bieten Kalkulationssicherheit.
Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Unterspreewald
Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.
Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.