GRUNDSTÜCKSPREISE
Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2026 für Fürstenwalde/Spree (Amtsfreie Gemeinde)
Überblick
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- • Der mit Abstand höchste Bodenrichtwert in Fürstenwalde/Spree wurde in Fürstenwalde/Spree (Stadt) verzeichnet – hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 251,33 €.
Teilgebiete von Fürstenwalde/Spree
Aktuelle Bodenrichtwerte für Fürstenwalde/Spree 2026
| Nutzungsart | Durchschnittlicher Bodenrichtwert | von | bis |
|---|---|---|---|
| Wohnen W | - | - | - |
| Mischgebiet MI | - | - | - |
| Gewerbe G | - | - | - |
| Sonderflächen S | - | - | - |
Bodenrichtwerte Fürstenwalde/Spree – Datenstand und Veröffentlichung
Die Bodenrichtwerte für Fürstenwalde/Spree wurden zum Stichtag 01.01.2026 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.
Teilgebiete mit den höchsten Bodenrichtwerten in Fürstenwalde/Spree
| Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
|---|---|---|---|
| 1 | Stadt Fürstenwalde/Spree | 251,33 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Bodenrichtwerte im zeitlichen Verlauf
In Fürstenwalde/Spree zeigen die Bodenrichtwerte 2025 ein klares Zweiklangbild: Im Wohnsegment bleiben die Werte mit 251.33 €/m² unverändert gegenüber 2024, während die gewerblichen Grundstückspreise ihren Aufwärtstrend fortsetzen und auf 37.71 €/m² steigen (+12.5% gegenüber 2024). Für Investoren signalisiert das eine Konsolidierung bei Wohnbauland und gleichzeitig frisches Momentum im Gewerbebereich.
Wohnen im Überblick: Von 2010 bis 2020 bewegten sich die Bodenrichtwerte weitgehend seitwärts, unterbrochen von einem markanten Rückgang 2014 (-27.84%) auf 52.24 €/m² und dem Tief 2015 bei 52.1 €/m². Ab 2021 setzte eine außergewöhnlich dynamische Phase ein: +55.44% (2021), +73.45% (2022) und +35.98% (2023) auf den Höchstwert von 270.8 €/m². 2024 kam es zu einer Korrektur um -7.19% auf 251.33 €/m², 2025 folgt mit 0% Veränderung eine Stabilisierung nahe diesem erhöhten Niveau. Die Grundstückspreise für Wohnen zeigen damit seit 2021 hohe Dynamik, aktuell jedoch ohne neuen Impuls nach oben.
Gewerbegrundstücke entwickelten sich über weite Strecken stetig: 2010–2016 nahezu flach (u. a. 2010/2011 0%, 2015/2016 0%), ab 2017 ein kontinuierlicher Anstieg. Der deutlichste Sprung erfolgte 2019–2020 mit +22.66% auf 23.11 €/m², gefolgt von weiteren Zuwächsen 2021–2023. Nach einer Pause 2024 (0%) setzt 2025 ein erneuter Schub ein: +12.5% auf 37.71 €/m². Abgesehen von einer minimalen Delle 2011–2012 (-0.07%) kennzeichnen resiliente, schrittweise steigende Bodenrichtwerte das Gewerbesegment.
Für die Investmentpraxis bedeutet das: Wohn-Grundstückspreise in Fürstenwalde/Spree verharren 2025 auf hohem Plateau – geeignet für Strategien, die auf Stabilisierung nach der Rallye 2021–2023 setzen. Im Gewerbe deuten die durchgängigen, teils beschleunigten Anstiege auf einen intakten Aufwärtskorridor hin, wobei Plateaus (z. B. 2024) als Einstiegsfenster dienen können. Wer selektiv vorgeht und die beschriebenen Trendwechsel (Korrektur, Seitwärtsphase, Re-Acceleration) berücksichtigt, kann die jeweiligen Zyklen der Bodenrichtwerte gezielt nutzen.
Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Fürstenwalde/Spree
Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.
Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.