GRUNDSTÜCKSPREISE

Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2026 für Spreenhagen (Amt)

Überblick

  • Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Wohngrundstücke in Spreenhagen beträgt derzeit 190,80 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg von rund 21,75 %.
  • Der mit Abstand höchste Bodenrichtwert in Spreenhagen wurde in Rauen (Gemeinde) verzeichnet – hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 250,00 €.
  • Am günstigsten ist der Bodenrichtwert in Spreenhagen aktuell in Spreenhagen (Gemeinde). Dort liegt der durchschnittliche Wert bei nur 135,31 €/m².

Teilgebiete von Spreenhagen

Gosen-Neu Zittau, Rauen, Spreenhagen


Aktuelle Bodenrichtwerte für Spreenhagen 2026

NutzungsartDurchschnittlicher Bodenrichtwertvonbis
Wohnen W190,80 €/m²80,00 €/m²250,00 €/m²
Mischgebiet MI147,16 €/m²10,00 €/m²350,00 €/m²
Gewerbe G82,65 €/m²24,00 €/m²135,00 €/m²
Sonderflächen S35,37 €/m²13,00 €/m²50,00 €/m²

Bodenrichtwerte Spreenhagen – Datenstand und Veröffentlichung

Die Bodenrichtwerte für Spreenhagen wurden zum Stichtag 01.01.2026 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.



Teilgebiete mit den höchsten Bodenrichtwerten in Spreenhagen

Rang Teilgebiet Durchschnittlicher Bodenrichtwert* Veröffentlicht
1Gemeinde Rauen250,00 €/m²Bald verfügbar
2Gemeinde Gosen-Neu Zittau235,97 €/m²Bald verfügbar

*Wohnbauflächen


Teilgebiete mit den niedrigsten Bodenrichtwerten in Spreenhagen

Rang Teilgebiet Durchschnittlicher Bodenrichtwert* Veröffentlicht
1Gemeinde Spreenhagen135,31 €/m²Bald verfügbar

*Wohnbauflächen


Bodenrichtwerte im zeitlichen Verlauf

Überblick: Im Amt Spreenhagen zeigen die Bodenrichtwerte seit 2010 eine deutliche Divergenz zwischen Wohn- und Gewerbenutzung. 2025 liegen die gemessenen Grundstückspreise bei 190,8 €/m² für Wohnbauflächen und 82,65 €/m² für gewerbliche Flächen. Insgesamt verläuft das Wohnsegment klar aufwärts, während Gewerbe nach einem starken Einbruch erst ab 2020 deutlich anzieht.

Wohnen: Nach einem markanten Rückgang 2011 (-45,72 % auf 42,09 €/m² gegenüber 2010) folgte zunächst eine Phase der Seitwärtsbewegung (2012/2013: 0 %, 2013/2014: +1,03 %). Ab 2016 verstärkte sich die Dynamik: 2016/2017 +19,94 % (62,14 €/m²), 2018 +7,16 %, 2019 +18,53 %. Ein kurzer Dämpfer 2020 (-0,72 %) wurde ab 2021 mit kräftigen Zuwächsen überkompensiert: +28,76 % (100,9 €/m²), 2022 +32,74 % (133,93 €/m²), 2023 +20,85 % (161,85 €/m²). Nach einer kleinen Korrektur 2024 (-3,17 %) markiert 2025 mit +21,75 % ein neues Hoch bei 190,8 €/m².

Gewerbe: Die Bodenrichtwerte starteten 2010 sehr hoch (128 €/m²), brachen 2011 jedoch um -76,7 % ein (29,83 €/m²). Das Tal lag 2012/2013 bei 29,37 €/m², gefolgt von einem langen Plateau 2014–2019 um 32,28–32,31 €/m². Ab 2020 setzte eine schrittweise Erholung ein: +23,67 % (39,92 €/m²), 2021 +15,56 % (46,13 €/m²), 2022 -3,14 %, 2023 unverändert. 2024 kam es zu einem außergewöhnlichen Sprung um +84,58 % auf 82,47 €/m²; 2025 stabilisiert sich das Niveau nahezu (+0,22 % auf 82,65 €/m²) und bleibt damit unter dem 2010er Spitzenwert.

Für Investoren unterstreichen diese Verläufe die unterschiedliche Risikokurve: Das Wohnsegment in Spreenhagen zeigt einen ausgeprägten, mehrjährigen Aufwärtstrend der Bodenrichtwerte mit kurzen, flachen Rücksetzern – ein Umfeld steigender Grundstückspreise bis 2025. Gewerbe weist dagegen stärkere Volatilität mit ausgeprägten Peaks und Lows auf, zuletzt aber eine kräftige Neubewertung ab 2024. Wer Assets vergleicht, sollte die jeweiligen Trendphasen und die Distanz zum bisherigen Peak (Wohnen: neues Allzeithoch 2025; Gewerbe: weiterhin unter 2010) in seine Kalkulationen einbeziehen.

Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Spreenhagen


Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.

Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.

Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.

Grundstückspreise in Spreenhagen nach Wohnlagen


Quellen