GRUNDSTÜCKSPREISE
Bodenrichtwerte und Grundstückspreise in 2025 für Bielefeld (Kreisfreie Stadt)
Überblick
- • Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Wohngrundstücke in Bielefeld beträgt derzeit 279,66 €/m². Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg von rund 0,43 %.
- • Der mit Abstand höchste Bodenrichtwert in Bielefeld wurde in Bielefeld (Gemeinschaftsfreie Gemeinde) verzeichnet – hier liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 279,66 €.
Teilgebiete von Bielefeld
Aktuelle Bodenrichtwerte für Bielefeld 2025
Nutzungsart | Durchschnittlicher Bodenrichtwert | von | bis |
---|---|---|---|
Wohnen W | 279,66 €/m² | 155,00 €/m² | 750,00 €/m² |
Mischgebiet MI | 450,11 €/m² | 200,00 €/m² | 930,00 €/m² |
Gewerbe G | 78,35 €/m² | 60,00 €/m² | 460,00 €/m² |
Sonderflächen S | 13,95 €/m² | 1,00 €/m² | 7.700,00 €/m² |
Bodenrichtwerte Bielefeld – Datenstand und Veröffentlichung
Die Bodenrichtwerte für Bielefeld wurden zum Stichtag 01.01.2025 ermittelt. Die Bodenrichtwerte dienen als wichtige Grundlage für die Bewertung von Grundstücken und spiegeln die Preisentwicklung am lokalen Immobilienmarkt wider. Die Bodenrichtwerte werden in einem jährlichen Rhythmus von den örtlich zuständigen Gutachterausschüssen für Grundstückswerte veröffentlicht.
Teilgebiete mit den höchsten Bodenrichtwerten in Bielefeld
Rang | Teilgebiet | Durchschnittlicher Bodenrichtwert* | Veröffentlicht |
---|---|---|---|
1 | Gemeinschaftsfreie Gemeinde Bielefeld | 279,66 €/m² | Ja |
*Wohnbauflächen
Die Bodenrichtwerte in Bielefeld haben in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Für Wohnimmobilien stieg der durchschnittliche Bodenrichtwert von 207,66 €/m² im Jahr 2011 auf 279,66 €/m² im Jahr 2025. Diese kontinuierliche Steigerung zeigt das wachsende Interesse an Wohnimmobilien in der Region. Besonders auffällig war der Rückgang im Jahr 2013, als die Werte um 38,98 % sanken, gefolgt von einem stetigen Anstieg in den darauffolgenden Jahren.
Ein Blick auf die Grundstückspreise für Gewerbeimmobilien in Bielefeld zeigt ebenfalls interessante Trends. Der Bodenrichtwert stieg von 71,85 €/m² im Jahr 2011 auf 78,35 €/m² im Jahr 2025. Ein bemerkenswerter Einbruch war 2015 zu verzeichnen, als die Werte um 41,97 % fielen. Seitdem erholten sich die Preise jedoch kontinuierlich, was auf eine Stabilisierung und ein erneutes Interesse an Gewerbeimmobilien hinweist.
Die jährlichen Abweichungen der Bodenrichtwerte für Wohnimmobilien zeigen, dass die stärksten Anstiege in den Jahren 2014 bis 2015 mit 22,7 % und 2017 bis 2018 mit 13,54 % zu verzeichnen waren. Diese Peaks deuten auf eine erhöhte Nachfrage und möglicherweise auf eine Verknappung des Angebots hin, was die Grundstückspreise in die Höhe trieb.
Im Bereich der Gewerbeimmobilien waren die Jahre 2018 bis 2019 mit einem Anstieg von 11,15 % und 2022 bis 2023 mit 7,97 % besonders dynamisch. Diese Entwicklungen könnten auf wirtschaftliche Impulse oder Investitionen in der Region zurückzuführen sein, die das Interesse an Gewerbeflächen erhöhten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bodenrichtwerte in Bielefeld sowohl für Wohn- als auch für Gewerbeimmobilien in den letzten Jahren eine positive Entwicklung genommen haben. Diese Trends bieten Immobilieninvestoren wertvolle Einblicke in die Marktbewegungen und helfen bei der strategischen Planung zukünftiger Investitionen.
Hinweis: Unterschied zwischen Bodenrichtwerten und Grundstückspreisen in Bielefeld
Bodenrichtwerte und tatsächliche Grundstückspreise sind nicht identisch – sie dienen unterschiedlichen Zwecken und beruhen auf verschiedenen Grundlagen.
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für Grundstücke innerhalb eines bestimmten Gebietes, der regelmäßig (meist jährlich) von den lokalen Gutachterausschüssen ermittelt wird. Er basiert auf ausgewerteten Kaufpreisen der Vergangenheit und bietet eine Orientierungshilfe für die Wertermittlung. Da es sich um Durchschnittswerte handelt, sind Bodenrichtwerte in der Regel weniger volatil und spiegeln nicht zwingend kurzfristige Marktentwicklungen wider.
Demgegenüber stehen die Grundstückspreise, die tatsächlich am Markt erzielt werden. Diese können deutlich von den Bodenrichtwerten abweichen, da sie von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst werden – etwa Lage, Größe, Zuschnitt, Erschließung, bauliche Nutzungsmöglichkeiten, Altlasten, Bebauung und insbesondere den aktuellen Marktbedingungen. Grundstückspreise spiegeln somit reale Marktwerte wider und unterliegen kurzfristigen Schwankungen.